StadtwerkeGespräch

Starte mit uns in die Welt der Technik: Werde Mechatroniker im Heizkraftwerk!

2. September 2026  Silke  Liebscher Silke Liebscher

Du tüftelst gerne, interessierst Dich für Technik und willst die Energieversorgung von morgen mitgestalten? Dann starte Deine Ausbildung zum Mechatroniker in unserem Heizkraftwerk und werde Teil der Energiewende!

Nils Helbig, ehemaliger Azubi

Fernwärme und Energieversorgung sind wichtige Bausteine der Energiewende – und bei uns im Heizkraftwerk bist Du mittendrin. Hier treffen moderne Technik, Energieerzeugung und praktisches Arbeiten aufeinander. Als Mechatroniker (w/m/d) lernst Du, wie Maschinen und Anlagen funktionieren, wie elektrische und mechanische Komponenten zusammenspielen und wie eine zuverlässige Energieversorgung sichergestellt wird.

Über die Ausbildung zum Mechatroniker haben wir mit Nils Helbig, unserem ehemaligen Azubi, gesprochen. Er berichtet aus erster Hand von seinen Erfahrungen, dem Ausbildungsalltag im Heizkraftwerk und verrät, was die Ausbildung besonders spannend macht.

Nils, Du hast selbst einmal genau an dem Punkt gestanden, an dem unsere heutigen Bewerber stehen. Warum hast Du Dich damals für die Ausbildung zum Mechatroniker bei den Stadtwerken Freiberg entschieden?
Was mich an der Ausbildung zum Mechatroniker besonders begeistert, ist die Abwechslung. Ich lerne viele unterschiedliche Bereiche kennen – von der Steuerungs- und Messtechnik über die Anlagenführung bis hin zur Verbrennungs- und Wärmetechnik. Auch praktische mechanische Arbeiten gehören dazu. Dadurch ist jeder Tag anders und genau das macht die Ausbildung für mich so spannend. Für die Stadtwerk Freiberg habe ich mich vor allem wegen der Heimatnähe und der Sicherheit eines zuverlässigen Arbeitgebers entschieden. Ich kann meine Ausbildung in meiner Region machen und habe gleichzeitig gute Perspektiven für meine berufliche Zukunft.

Was sollte man mitbringen? Und wie wichtig ist handwerkliches Geschick?
Ich denke, am wichtigsten ist es, interessiert und offen für Neues zu bleiben. Man lernt ständig dazu und sollte keine Scheu davor haben, Fragen zu stellen und neue Dinge auszuprobieren. Man muss auch kein Technik-Profi sein oder schon viel handwerkliche Erfahrung haben, denn die meisten Dinge lernt man während der Ausbildung und kann sie anschließend direkt praktisch anwenden. Außerdem sollte man abwechslungsreiche Arbeit mögen und Freude daran haben, technische Probleme zu lösen. Dann bleibt der Beruf auch langfristig spannend.

Hand aufs Herz: Mathe und Physik gehören ja bei vielen nicht gerade zu den Lieblingsfächern. Wie wichtig sind die beiden tatsächlich in deiner Ausbildung?
Ganz ohne Mathe und Physik geht es natürlich nicht. Beides sind wichtige Werkzeuge für die Mechatronik. In Mathe braucht man vor allem Grundrechenarten, das Umstellen von Formeln, Einheitenumrechnungen und elektrische Berechnungen, zum Beispiel von Spannung, Strom und Widerstand. Physik kommt dann bei Themen wie Elektrizität, Kräften, Bewegung und Mechanik ins Spiel. Dieses Wissen braucht man in der Praxis zum Messen, Prüfen, Installieren und Einstellen von mechatronischen Systemen. Aber man muss kein Mathe- oder Physik-Ass sein – vieles versteht man erst richtig, wenn man es praktisch anwendet.

Wie sieht Dein Arbeitsalltag aus?
Langweilig wird es definitiv nicht! Mein Arbeitsalltag ist sehr abwechslungsreich. Mal wechsle ich defekte Bauteile, prüfe Sicherheitsketten oder nehme Wasserproben, an anderen Tagen kontrolliere und bediene ich Anlagen oder passe Schaltpläne an. Dabei ist der Beruf eine gute Mischung aus praktischer Arbeit und Technik – ungefähr 50/50. Besonders gerne arbeite ich an der Kesselsteuerung im Heizkraftwerk und an den Fernwärmestationen, weil dort Mess- und Regelungstechnik, Sicherheitstechnik und Anlagentechnik zusammenkommen. Auch die Fehlersuche macht mir Spaß. Man muss sich in die Anlage hineindenken, das Problem verstehen und eine Lösung finden. Genau diese Abwechslung macht den Beruf für mich so spannend.

Eine Anlage funktioniert plötzlich nicht mehr richtig. Wie gehst du bei der Fehlersuche vor?
Wenn eine Anlage plötzlich nicht mehr richtig läuft, heißt es erstmal: Ruhe bewahren und systematisch vorgehen. Zuerst werden mögliche Gefahren beseitigt, dann nehme ich die Unterlagen zur Hand, grenze den Fehler ein und führe Messungen durch. Wenn möglich, behebe ich das Problem selbst, tausche das defekte Bauteil und nehme die Anlage wieder in Betrieb. Natürlich macht es mehr Spaß, einen Fehler schnell zu finden und zu beheben. Aber gerade bei schwierigen Fehlern lernt man viel dazu. Einmal hatten wir über mehrere Tage Probleme mit der Endlage einer Rauchgasklappe. Am Ende lag der Fehler nicht an der Klappe oder ihrem Antrieb, sondern an der Batterieanlage zur Spannungsversorgung. Seitdem weiß ich: Bei der Fehlersuche sollte man nicht nur auf die vermutete Problemstelle schauen, sondern immer die gesamte Anlage im Blick haben.

Was hat Dich an der Ausbildung und am Berufsalltag am meisten überrascht?
Mich hat vor allem die Vielfalt an Wissen überrascht, die man während der Ausbildung vermittelt bekommt. Natürlich gehört auch die Dokumentation dazu, die manchmal etwas lästig sein kann, aber sehr wichtig ist. Und ja, bei mechanischen Arbeiten oder der Fehlersuche im Feld macht man sich auch mal die Hände schmutzig. Gerade bei Strom und heißen Medien sind außerdem Aufmerksamkeit und die Einhaltung der Sicherheitsregeln besonders wichtig.

Vom Azubi zum Facharbeiter: Wie hat sich Dein Arbeitsalltag und Deine Verantwortung seit Beginn der Ausbildung verändert?
Am Anfang bin ich viel mitgelaufen, um alles kennenzulernen, durfte aber auch schon erste Aufgaben unter Aufsicht selbst durchführen. Mit der Zeit bekommt man immer mehr Verantwortung. Heute bin ich selbstständig unterwegs und führe die Arbeiten eigenverantwortlich durch. Besonders stolz bin ich darauf, dass ich heute Dinge wie Schaltschrankumbauten, elektrotechnische Modernisierungen und komplexe mechanische Arbeiten selbstständig umsetzen kann.

Wie wichtig ist Teamarbeit in Eurem Arbeitsalltag – und wann arbeitest Du selbstständig, wann im Team?
Teamarbeit gehört bei uns einfach dazu. Viele Aufgaben wie Sichtkontrollen, Messungen oder Prüfungen kann man selbstständig erledigen. Bei größeren Arbeiten, zum Beispiel beim Austausch von Zählern oder Ventilen, arbeitet man gemeinsam im Team. Während meiner Ausbildung durfte ich in viele Bereiche hineinschnuppern und konnte dabei viel Wissen und Erfahrung von den Kollegen mitnehmen. Mein Tipp für neue Azubis: offen und neugierig sein und vor allem Spaß an der Arbeit haben. So findet man schnell seinen Platz im Team und fühlt sich von Anfang an wohl.

Für wen ist die Ausbildung zum Mechatroniker aus Deiner Sicht genau das Richtige?
Die Ausbildung ist aus meiner Sicht genau das Richtige für junge Menschen, die sich weiterentwickeln möchten, gerne Neues lernen und Spaß an abwechslungsreichen Aufgaben haben. Ich würde die Ausbildung auf jeden Fall wieder machen, weil mir gerade diese Vielfalt so gut gefällt. Wer sich für Technik interessiert und Lust auf Neues und abwechslungsreiche Aufgaben hat, sollte sich einfach bewerben. Man muss kein Profi sein, das meiste lernt man während der Ausbildung.

Wann hast Du während deiner Ausbildung gemerkt: „Ja, das ist genau mein Beruf.“?
Zum Zeitpunkt, als es in Richtung MSR- und Anlagentechnik ging. Da habe ich gemerkt, dass die Ausbildung zum Mechatroniker genau zu mir passt und ich die richtige Entscheidung getroffen habe.

Abschließend drei Worte, die Deine Ausbildung bei den Stadtwerken am besten beschreiben. Welche wären das?
Vielseitig, spannend, verantwortungsvoll.
 

 

 

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