Energielexikon

Abnahmestelle

Die Abnahmestelle ist der Punkt, an dem Energie durch den Kunden aus dem Versorgungsnetz entnommen wird.

Abrechnung

Mehrere Arten von Abrechnungen sind in der Energiewirtschaft üblich: Turnus- und Endabrechnungen. Je nach Vertrag rechnet der Energieversorger mit seinen Kunden die gemessenen Verbräuche monatlich oder jährlich ab. Bei jährlichen Abrechnungen werden meist Abschläge als monatliche Zahlungen vereinbart. Endabrechnungen stellt der Energieversorger aus, wenn sein Kunde den Liefervertrag beendet hat.

Abschlagszahlung

Das Energieversorgungsunternehmen (EVU) erhält von seinen Kunden pauschale Teilbeträge für erbrachte Leistungen (zum Beispiel Strom, Gas). Die Teilbeträge decken den Kostenaufwand des EVU, bis die Gesamtleistung (zum Beispiel Jahresverbrauch) für die Kunden feststeht.

Abwärme

Bei der Erzeugung von Strom entsteht Wärmeenergie, die im Produktionsprozess nicht benötigt wird oder aufgrund physikalischer Gesetzmäßigkeiten sogar stört. In Anlagen zur Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) wird diese Abwärme für die Wärmeversorgung genutzt.

Alternative Brennstoffe

Sie stellen eine Alternative zu den fossilen Brennstoffen wie Erdöl oder Kohle dar. AB sind beispielsweise Methanol, Ethanol und Naturgas, welche bei der Verbrennung weniger luftbelastende Emissionen erzeugen und somit leichter den internationalen und europäischen Emissionsstandards entsprechen. Hauptanwendungsbereich AB sind Verkehrsmittel und landwirtschaftliche Maschinen.

Ampere

Das Ampere ist die Einheit der elektrischen Stromstärke, benannt nach dem französischen Physiker André Marie Ampère. Nicht gerade leicht nachvollziehbar ist die Definition: Danach ist das Ampere die Stärke eines konstanten elektrischen Stromes, der durch zwei parallele, geradlinige, unendlich lange und im Vakuum im Abstand von 1 Meter voneinander angeordnete Leiter von vernachlässigbar kleinem, kreisförmigen Querschnitt fließend, zwischen diesen Leitern pro 1 Meter die Kraft 2 x 10 E-7 N hervorrufen würde.

Anreizregulierung

Anreizregulierung

Die Anreizregulierung ist ein behördliches Instrument der Marktregulierung monopolistischer Märkte. In Deutschland wird es ab Januar 2009 zur Festsetzung der Netznutzungsentgelte für Strom und Gas angewendet; dieses Instrument soll zu sinkenden Energiepreisen für Verbraucher führen. Auch neue Strom- und Gasanbieter und die erneuerbaren Energien sollen davon profitieren.

Anschlussleistung

Die Anschlussleistung entspricht der maximal verfügbaren Leistung für einen Kunden.

Anschlussnutzungsvertrag

Der Anschlussnutzungsvertrag ist in der Elektrizitätswirtschaft ein Vertrag zwischen dem Anschlussnutzer und dem Netzbetreiber. Der Anschlussnutzer ist der Kunde, der den Anschluss zur Entnahme der elektrischen Energie nutzt. Anschlussnutzer ist z. B. der Mieter eines Objektes, er muss nicht gleichzeitig der Eigentümer (Anschlussnehmer) sein. Der Anschlussnehmer schließt mit dem Netzbetreiber zusätzlich einen Netzanschlussvertrag ab.

Arbeitspreis

Der Arbeitspreis ist das Entgelt für die bezogene Energiemenge.

Ausgleichsenergie

Differenz zwischen der in einer vereinbarten Zeiteinheit prognostizierten und tatsächlichen Entnahme oder Einspeisung von elektrischer Energie in einem Blilanzkreis. Die Ausgleichs- bzw. Regelenergie wird durch Zu- und Abschalten von Kraftwerken kurzfristig im Studnenraster ausgeglichen.

Batterie

Die Batterie, mehrere zusammengeschaltete galvanische Zellen oder auch galvanisches Element, ist ein elektrochemischer Umwandler der Energie. Sie besteht aus zwei Elektroden, die durch eine ionenleitende Lösung voneinander getrennt sind. Die ionenleitende Lösung wird als Elektrolyt bezeichnet. Der mit chem. Reaktion verbundene Elektronenstrom fließt bei der Entladung über den Verbraucher, der an die Elektroden angeschlossen ist. Bei diesem Vorgang verrichtet er elektrische Arbeit. Das Produkt aus Zellenspannung und angegebener Kapazität ist die entnehmbare Energie (in Amperestunden [ Ah ]). Wenn die Umwandlung nicht wieder rückgängig zu machen ist (nicht aufladbar), spricht man von Primärelementen, falls Rückwandlung möglich ist von Sekundärelementen (Akkus).

Baustrom

Baustellenstrom wird von den Energieversorgern bereitgestellt während der Bauphase, wenn noch kein Hausanschluss vorhanden ist.

Benutzungsstunden

Benutzungsstunden Bh/a = Menge in kWh, geteilt durch maximale Stundenleistung in kW (kWh/h)

Bilanzkreis

Der Bilanzkreis ist eine imaginäre Abgrenzung von Einspeise- und Ausspeisestellen.

Bioenergie

Bioenergie ist die Energiegewinnung aus festen, flüssigen oder gasförmigen organischen Stoffen (Biomasse). Neben extra angepflanzten Energiepflanzen (z. B. Schilf, Raps) werden vor allem organische Abfälle (Restholz, Gülle) zur Energieerzeugung in Kraftwerken (z. B. Holzhackschnitzel-Heizanlagen oder Biogasanlagen) oder zur Erzeugung von Kraftstoffen (Biodiesel oder Bioethanol) genutzt. Der Vorteil der energetischen Nutzung besteht in den relativ geschlossenen Kreisläufen. So wird bei der Energieerzeugung aus Holz nur das CO2 freigesetzt, das vorher beim Wachstum der Bäume gebunden wurde.

Blockheizkraftwerk

Blockheizkraftwerke sind kompakte Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen, ... die der kombinierten Strom/Wärme-Erzeugung dienen. BHKWs werden mit fossilen Brennstoffen (Öl oder Gas) oder mit erneurbaren Treibstoffen (Biogas, Biodiesel) betrieben. Die bei der Stromproduktion erzeugte (Ab-)Wärme wird z. B. zur Gebäudeheizung genutzt. Durch die doppelte Energieausnutzung (Strom und Wärme) erhöht sich ihr Wirkungsgrad (Brennstoffausnutzung) auf ca. 85 %. Aufgrund der hocheffizienten Nutzung der Energie, werden BHKWs unter ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten als sehr fortschrittlich eingestuft.

Blower-Door-Test

Drucktest, der die Luftdichtheit eines Gebäudes kontrolliert, wobei die verbleibende Gesamtleckage gemessen wird. Damit können bestehende Undichtigkeitenaufgespürt und nachgedichtet werden. Effiziente Gebäude wie Passivhäuser müssen einen hohen Luftdichtheitsbeiwert besitzen, da sonst unkontrollierte Luftströmungen zu hohen Lüftungswärmeverlusten führen.

Brennwertkessel

Der Brennwertkessel stellt die modernste Heizkesseltechnologie für das Verbrennen von Erdgas bzw. Erdöl dar und kann sowohl zum Heizen als auch zur Brauchwassererwärmung genutzt werden.
Im Unterschied zu konventionellen Heizkesseln verbrauchen diese deutlich weniger Energie und geben erheblich weniger Schadstoffe an die Umwelt ab. Brennwertkessel haben - verglichen mit modernen, konventionellen Heizkesseln - eine um 10-20% bessere Energieausnutzung. Dieser hohe Wirkungsgrad wird erreicht, da auch die in den Abgasen enthaltene Wärme genutzt wird.

Bundesimmissionsschutzgesetz

Gesetz zum Schutz vor Umwelteinwirkungen (kurz: BImSchG) Das Gesetz zum Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen durch Luftverunreinigungen, Geräusche, Erschütterungen und ähnliche Vorgänge von 1974 wurde 1990 neu gefasst und zuletzt durch Gesetz vom 18.12.2006 geändert. Es bildet die Grundlage für ein umfassendes bundeseinheitliches Recht der Luftreinhaltung, Lärmbekämpfung und Anlagensicherheit. Geregelt werden die Einrichtung und der Betrieb umweltgefährdender Anlagen. In diesem Gesetz finden sich u.a. Bestimmungen über die Beschaffenheit von Anlagen, Stoffen etc.

Bundesnetzagentur

Die Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen fördert in den regulierten Sektoren einen wirksamen Wettbewerb und gewährleistet einen diskriminierungsfreien Netzzugang. Sie schützt wichtige Verbraucherrechte und ist darüber hinaus zuständige Behörde nach dem Signaturgesetz (Qualifizierte elektronische Signatur). Zudem ist die Bundesnetzagentur verantwortlich für die Umsetzung des Netzausbaubeschleunigungsgesetzes.

Co2-neutral

Bei der Verbrennung von Biomasse wird nur jene Menge CO2 in die Atmosphäre freigesetzt, die zuvor von der Pflanze aus der Atmosphäre entnommen wurde.

CO2-Zertifikate

Der Verkauf von CO2-Zertifikaten ist eine umweltpolitische Massnahme im Rahmen des weltweiten Emissionshandels. Staaten, Firmen oder Industriezweige bekommen gewisse Emissionrechte, eben die CO2-Zertifikate, zugeteilt, die ihnen eine gewisse Menge an Emissionen zugestehen. Liegt der jeweilige CO2-Austoss jedoch über der in den Zertifikaten festgelegten Menge, müssen die Produzenten für zusätzliche Emissionen weitere CO2-Zertifikate erwerben. Wird jedoch weniger CO2 produziert, als im Zertifikat festgelegt, zum Beispiel durch den Betrieb von umweltschonenden Anlagen oder den Einsatz von regenerativen Energieträgern, können die Produzenten ihre überschüssigen Emissionsrechte an andere Staaten, Firmen oder Industriezweige verkaufen.

Contracting

Contracting ist ein Dienstleistungskonzept, was zum Ziel hat die Effizienz bei der Energieerzeugung, -umwandlung und -nutzung in allen Verbrauchsbereichen zu verbessern. Ein Investor (Contractor) übernimmt je nach Vertragsumfang Planung, Finanzierung, Bauausführung sowie betreibt das Investitionsprojekt (z.B. Errichtung Blockheizkraftwerk). Contractinglösungen werden beispielsweise von Heizanlagen-Herstellern, Dienstleistern der Energietechnik und örtlichen Energieversorgungsunternehmen oder auch Energieagenturen angeboten. Contracting ist dabei nicht nur für Unternehmen, private Hausbesitzer und die öffentliche Hand interessant, sondern schont auch die Umwelt durch die Energieeinsparung.

DENA

Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) ist das Kompetenzzentrum für Energieeffizienz, erneuerbare Energien und intelligente Energiesysteme.

Dienstausweis

Der Dienstausweis der Stadtwerke Freiberg

Drehstrom

Der Begriff Drehstrom bezeichnet in den meisten Fällen Dreiphasenwechselstrom. Hier werden über drei (oder vier) statt zwei Leitungen drei Wechselströme übertragen, welche zeitlich versetzt (phasenverschoben) schwingen. In Europa ist die Frequenz dieser Schwingung 50 Hz.

DVGW

Der DVGW ist der technisch-wissenschaftliche Verein im Gas- und Wasserfach, der seit mehr als 150 Jahren die technischen Standards für eine sichere und zuverlässige Gas- und Wasserversorgung setzt, aktiv den Gedanken- und Informationsaustausch in den Bereichen Gas und Wasser anstößt und begleitet, sowie durch praxisrelevante Hilfestellungen die Weiterentwicklung im Fach motiviert und fördert.

Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)

Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist der Antrieb für den Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland und somit ein wichtiges Instrument für den Klimaschutz. Es trat im April 2000 in Kraft. Seitdem gab es im Abstand von vier Jahren zwei EEG-Novellen, um das Gesetz sowohl an die Fortschritte als auch an die Herausforderungen der dynamischen Entwicklung der erneuerbaren Energien anzupassen.

EEX

EEX

Die European Energy Exchange AG (EEX) mit Sitz in Leipzig entstand im Jahr 2002 durch die Fusion der deutschen Strombörsen Frankfurt und Leipzig. Im Zuge ihres bisherigen Wachstums von einer rein deutschen Strombörse hin zu einem führenden Handelsplatz für Energie und energienahe Produkte hat sich die EEX zu einem Konzern entwickelt, der offen ist für europäische und internationale Partnerschaften.

Emissionshandel

Emissionshandel

Emissionshandel ist der Handel mit Rechten zum Ausstoß von Treibhausgasen. Er gehört zu den sogenannten Kyoto-Mechanismen. Im Januar 2005 wurde der Emissionshandel in der Europäischen Union eingeführt. Das Kyoto-Protokoll erlaubt auch den internationalen Handel mit Treibhausgasen. Der Emissionshandel ist ein marktwirtschaftliches Instrument, mit dem das Klima geschützt werden soll.

Endenergie

Endenergie

Die beim Endverbraucher ankommende Energie bezeichnet man als Endenergie. Endenergie ist Teil der Primärenergie, welcher dem Verbraucher nach Abzug von Transport- und Umwandlungsverlusten für Heizung, Warmwasser und Lüftung zur Verfügung steht (z. B. Heizöl im Öltank, Gas oder Strom aus dem Hausanschluss, Holz für den Kamin). Der Endenergiebedarf wird im EnEV-Energieausweis angegeben.

Energie

Energie

Formelzeichen: W, Einheit: J

Energieberatung

Energieberatung

Beratung eines Kunden (Bürger, Handwerksbetrieb, Unternehmen, Kommune, Landwirtschaftsbetrieb…) zur Findung/Unterstützung einer optimalen Lösung eines energiewirtschaftlichen Problems unter Berücksichtigung der gegebenen örtlichen und sonstigen Verhältnisse, der besonderen Wünsche/Vorstellung des Kunden, der entstehenden Kosten (Investition und Betriebskosten, der erreichbaren Effekte (Verbesserung, Einsparung) und der Auswirkung auf die Umwelt (Umweltentlastung, Verminderung der Emissione von Luftschadstoffen und Treibhausgasen).

Energieträger

Energieträger

Mit dem Ausdruck Energieträger werden Rohstoffe oder Stoffe bezeichnet, die in chemischer oder nuklearer Form Energie speichern und daher für die Energiegewinnung oder den Energietransport nutzbar gemacht werden oder werden können. Im erweiterten Sprachgebrauch werden als Energieträger auch Energiequellen bezeichnet (z.B. Geothermie, Solarenergie, Wasserkraft, etc.), die zwar zur Energiegewinnung geeignet sind, aber keinen Energieträger im engeren Sinn darstellen.

EnEV

EnEV

EnEV ist die Abkürzung für die Energieeinsparverordnung. Die erste Energieeinsparverordnung trat am 01. Februar 2002 in Kraft. Mit der EnEV 2002 wurden erstmals bauliche und heizungstechnische Anforderungen an Gebäude (Bestand und Neubau) gemeinsam betrachtet. Die Wärmeschutzverordnung (WSchutzVO) vom 16. August 1994 und die Verordnung über energiesparende Anforderungen an heizungstechnische Anlagen und Warmwasseranlagen vom 04. Mai 1998 wurden in der EnEV 2002 zusammengeführt und damit abgelöst. Eine EU-Richtlinie hat alle Mitgliedstaaten dazu verpflichtet bis Januar 2006 einen, damals noch als Energiepass bezeichneten, Energieausweis für Gebäude einzuführen. Dessen Maßstäbe sind in der EnEV geregelt. Nachdem die EnEV verschiedene Novellierungen durchlaufen hatte, wurde der Energieausweis am 01. Juli 2008 Pflicht.

Energiewirtschaftsgesetz – EnWG

Energiewirtschaftsgesetz – EnWG

Das deutsche Gesetz über die Elektrizitäts- und Gasversorgung (Energiewirtschaftsgesetz — EnWG) trat erstmals 1935 in Kraft und wurde zuletzt im Jahr 2005 neu gefasst. Es enthält grundlegende Regelungen zum Recht der leitungsgebundenen Energie.

Erneuerbare Energien

Erneuerbare Energien

Unter erneuerbarer versteht man für den Menschen nutzbare Energieformen, die nach menschlichem Ermessen unerschöpflich sind. Vorrangig gemeint sind folgende Energieformen: Solar, Wind, Wasser, Biomasse und Geothermie. Fossile Energiequellen wie Erdöl oder Steinkohle werden theoretisch in der Natur auch erneuert, allerdings dauert deren Neubildung so lange, dass sie für die Nutzung durch den Menschen keine nachhaltige Rolle spielen können.

Ersatzversorgung

Ersatzversorgung

Bezieht ein Haushalt Energie durch das Energieversorgungsnetz eines Grundversorgers ohne dass diese Versorgung im Rahmen eines bestimmten Liefervertrags erfolgt, spricht man von einer Ersatzversorgung. Der Grundversorger ist im Rahmen von §38 des EnWG dazu verpflichtet, diese Ersatzversorgung vorzunehmen. So wird sichergestellt, dass der Kunde beim Wechsel von einem Stromversorger zu einem anderen Anbieter in der Übergangszeit mit Strom oder Gas beliefert wird.

EU – Energielabel

EU – Energielabel

Die Kennzeichnung des Energieverbrauchs von unterschiedlichen Gütern (Geräte, Gebäude, Autos) dient zur Unterstützung der Kaufentscheidung, indem sie Auskunft über die Energieeffizienz bei der Nutzung gibt. Ein wichtiges Beispiel ist das EU-Energielabel für Elektrogeräte. Die Hersteller von Elektrogroßgeräten sind verpflichtet, als zusätzliche Information zur Kaufentscheidung Energie-Labels auf den Geräten anzubringen.

Fernwärme

Fernwärme

Fernwärme wird meist durch so genannte Kraft-Wärme-Kopplung, also der gleichzeitigen Produktion von Strom und Wärme erzeugt. Von dort kommt sie bequem und sicher per Rohrleitung zu Ihnen nach Hause. Die Erzeugung ist dabei äußerst flexibel und kann prinzipiell mit jeder Art von Brennstoff erfolgen. Auch der Einsatz von erneuerbaren Energien ist schon lange selbstverständlich und das macht sie umweltfreundlich.

Fossile Brennstoffe

Fossile Brennstoffe

Fossile Brennstoffe sind tote Biomasse, die vor Jahrmillionen abgestorben ist und durch geologische Prozesse umgewandelt wurde in Kohle, Erdöl und Erdgas sowie verschiedene Mischprodukte wie Ölsande oder Ölschiefer.

Geothermie

Geothermie

Unter Geothermie versteht man die Nutzung von Erdwärme. Mit der Tiefe nimmt die Temperatur in den Gesteinsschichten durchschnittlich um 3° C pro 100 m zu. Hierfür ist der Wärmestrom aus dem Erdinneren an die Erdoberfläche, der im Wesentlichen durch radioaktive Zerfallsprozesse in den tieferen Erdschichten hervor gerufen wird, verantwortlich.

Gleichstrom

Gleichstrom

Gleichstrom wird ein elektrischer Strom bezeichnet, dessen Stärke und Richtung sich nicht ändert.

Grundlast

Grundlast

Unter Grundlast versteht man den Energiebedarf, der innerhalb eines Stromnetzes rund um die Uhr und kontinuierlich nachgefragt wird. Um diesen Energiebedarf abzudecken, sind so genannte Grundlastkraftwerke verantwortlich.

Grundversorgung

Grundversorgung

Auf die Grundversorgung mit Strom haben alle deutschen Bürger ein gesetzlich vereinbartes Recht. Dieses ist in der Stromgrundversorgungsverordnung (StromGVV) festgeschrieben, welches die Grundversorgung und die Ersatzversorgung definiert. Stromtarife der Grundversorgung sind so aufgebaut, dass eine monatliche Abschlagszahlung abzuführen ist. Sie bestehen aus einer Grundgebühr sowie dem Arbeitspreis. Die Stromversorgung ist somit durchgehend gewährleistet.

Heizwärmebedarf

Heizwärmebedarf

Wärme, die das Heizsystem für die beheizten Räume eines Hauses in einem Jahr bereitzustellen hat. Für die Berechnung wird nur die Grundfläche der beheizten Räume zugrunde gelegt.

Heizwert

Heizwert

Der Begriff Heizwert dient zur Charakterisierung eines Brennstoffes. Der Heizwert H ist der Quotient aus der (bei vollständiger Verbrennung eines Stoffes) freiwerdenden Energie und der Masse des Brennstoffes.

Hochspannung

Hochspannung

Eine elektrische Spannung über 1.000 Volt (1 kV) wird im Allgemeinen und in VDE-Vorschriften als Hochspannung bezeichnet.

hydraulischen Abgleich

hydraulischen Abgleich

Beim hydraulischen Abgleich geht es darum, die einzelnen Komponenten der Heizungsanlage aufeinander abzustimmen - so dass die Wärme dahin kommt, wo sie benötigt wird. Eine wichtige Rolle spielen dabei die Thermostatventile. Deren Aufgabe ist es, die Temperatur im Raum möglichst konstant zu halten. Dazu sind sie auf den richtigen Wasserdruck angewiesen.

Jahresnutzungsgrad

Jahresnutzungsgrad

Quotient aus der von einer Heizungsanlage abgegebenen Nutzwärme und der eingesetzten Brennstoffenergie unter Berücksichtigung des Heizwertes.

Jahreswärmeverbrauch

Jahreswärmeverbrauch

Die gesamte jährliche Wärmeenergie, die benötigt wird, d.h. auch die Wärmemenge außerhalb der Heizperiode.

Joule

Joule

Das Joule ist die abgeleitete Größe der Energie, Arbeit und Wärmemenge. Benannt nach James Prescott Joule, wird diese Einheit heute für alle Formen thermischer, mechanischer und elektrischer Energie verwendet.

Konzessionsabgabe

Konzessionsabgabe

Konzessionsabgaben sind Entgelte, die ein Energielieferant an eine Kommune zahlt. Die häufigsten Anwendungsfälle sind Leistungen, die Energieversorgungsunternehmen und Wasserversorgungsunternehmen an Gemeinden dafür zahlen, dass diese ihnen das Recht einräumen, für die Verlegung und den Betrieb von Leitungen öffentliche Wege zu nutzen.

Kraft-Wärme-Kopplung

Kraft-Wärme-Kopplung

Kraft-Wärme-Kopplung ist die gleichzeitige Gewinnung von mechanischer Energie, die in der Regel über einen Generator in elektrischen Strom umgewandelt wird und in nutzbare Wärme für Heizzwecke (Fernwärme oder Nahwärme) oder für Produktionsprozesse (Prozesswärme) in einem Heizkraftwerk. Häufig stellen KWK-Kraftwerke Wärme für die Heizung öffentlicher und privater Gebäude bereit. Die Abgabe von ungenutzter Abwärme an die Umgebung wird dabei vermieden. Kleinere KWK-Anlagen stehen für die Versorgung einzelner Wohngebiete, bzw. einzelner Mehr- und sogar Einfamilienhäuser zur Verfügung.

kWh

kWh

Kilowattstunde > Maßeinheit für die Energie / Arbeit = Leistung x Zeit

Kyoto-Protokoll

Kyoto-Protokoll

Das Kyoto-Protokoll (benannt nach dem Ort der Konferenz Kyoto in Japan) ist ein am 11. Dezember 1997 beschlossenes Zusatzprotokoll zur Ausgestaltung der Klimarahmenkonvention (UNFCCC) der Vereinten Nationen mit dem Ziel des Klimaschutzes. Das am 16. Februar 2005 in Kraft getretene und 2012 auslaufende Abkommen schreibt erstmals verbindliche Zielwerte für den Ausstoß von Treibhausgasen fest, welche die hauptsächliche Ursache der globalen Erwärmung sind

Lastgang

Lastgang

Der Lastgang beschreibt in der Energiewirtschaft einen Leistungsbedarf, zum Beispiel den Energiebedarf eines Industriebetriebs, über einen gewissen Zeitraum hinweg. Für den Lastgang werden Daten über die Lastspitzen und deren Zeitpunkt, Häufigkeit und Dauer über eine festgelegte Messperiode im Viertelstundentakt ermittelt.

Leistungspreis

Leistungspreis

Mit dem Leistungspreis werden jene Kosten bezeichnet, die für die Bereitstellung des Stroms anfallen. Er beinhaltet die fixen Kosten des Energieversorgers bezüglich der Aufrechterhaltung des Elektrizitätswerkes, der Umspannwerke und des Verteilungsnetze.

Megawatt

Megawatt

1 Megawatt sind 1 Million Watt, zum Vergleich große Windkraftanlagen sind im Leistungsbereich 1–6 MW

Mittellast

Mittellast

Die zweite Ebene des Strombedarfs ist die sogenannte Mittellast. Dabei handelt es sich um die regelmäßigen Erhöhung über der Grundlast der Lastkurve, durch den vermehrten Stromverbrauch, wie er morgens, mittags und abends auftritt. Diese stundenweise Belastung des Stromnetzes ist vorhersehbar und wird derzeit vor allem von Steinkohle-Kraftwerken abgedeckt.

Nahwärme

Nahwärme

Der Begriff "Nahwärme" hat sich für die Wärmeversorgung aus dezentralen Wärmeerzeugern etabliert. Die thermische Energie wird verbrauchsnah erzeugt. Die Kosten für den Energieträger werden direkt mit den Verbrauchern abgerechnet.

Netzbetreiber

Netzbetreiber

Netzbetreiber sind für die Errichtung, den Betrieb und die Instandhaltung von Energienetzen verantwortlich und stellen somit die Übertragung von Strom und Gas vom Anbieter zum Endverbraucher sicher.

Nutzenergie

Nutzenergie

Als Nutzenergie bezeichnet man meistens Energie, wie sie vom Endbenutzer direkt benötigt wird. Beispielsweise kann es sich um Wärme zur Beheizung oder Kälte zur Klimatisierung eines Gebäudes handeln, um mechanische Antriebsenergie oder um Licht zur Beleuchtung.

Ökostrom

Ökostrom

Als Ökostrom wird elektrische Energie bezeichnet, die aus erneuerbaren Energiequellen beispielsweise Wind- oder Solartechnik gewonnen wird. Die Herstellung erfolgt auf ökologisch vertretbare Weise.

Photovoltaik

Photovoltaik

Unter Photovoltaik bzw. Fotovoltaik versteht man die direkte Umwandlung von Lichtenergie in elektrische Energie mittels Solarzellen.

Primärenergiefaktor

Primärenergiefaktor

Jeder Energieträger hat einen spezifischen Primärenergiefaktor. Dieser berücksichtigt den Verlust bei der Gewinnung, Umwandlung und Verteilung eines Energieträgers. Aus dem Primärenergiefaktor lassen sich Energieeffizienz und der schonende Umgang mit Ressourcen ablesen. Je umweltschonender die Energieform und ihre Umwandlung, desto niedriger ist der Primärenergiefaktor. Nach dem Berechnungsverfahren der ENEV wird der Endenergiebedarf eines Hauses mit dem Primärenergiefaktor multipliziert, daraus resultiert der Primärenergiebedarf. Dieser ist Grundlage für zahlreiche Fördermöglichkeiten.

Prozesswärme

Prozesswärme

Prozesswärme entsteht in gewerbliche und industrielle Produktionsverfahren wie Schmelzen von Metallen, Raffinierung von Erdöl, Wäschereien. In allen Temperaturbereichen wird mit wachsendem Anteil Elektrizität eingesetzt, weil dies unter anderem Vorteile wie eine bessere Wärmedosierung und eine Reduktion des Primärenergiebedarfs mit sich bringt. Bei vielen Prozessen wird meist Abwärme zum Energiesparen zurückgewonnen.

Pumpspeicherwerk

Pumpspeicherwerk

Ein Pumpspeicherkraftwerk ist eine besondere Form des Speicherkraftwerks. Es macht sich die Lageenergie des aufgestauten Wassers zunutze und dient in erster Linie dazu, in Spitzenlastzeiten zusätzlichen Strom bereitzustellen.

RECS-Zertifikat

RECS-Zertifikat

RECS ist die Abkürzung von "Renewable Energy Certificates System". RECS ist eine Organisation, welche die Förderung regenerativer Energie zum Ziele hat, wobei aus den oben erwähnten Gründen eine Trennung zwischen physisch geliefertem Strom und den Umweltvorteilen vorgenommen wird. Das RECS System ist ein Zertifizierungssystem zum Herkunftsnachweis für Strom aus erneuerbaren Energien für derzeit 15 europäische Länder, welches im Jahr 2002 eingeführt wurde.

Regenerative Energie

Regenerative Energie

siehe erneuerbare Energie

SAENA

SAENA

Begriff: Sächsische Energieagentur. Die Sächsische Energieagentur GmbH ist ein Unternehmen des Freistaates Sachsen und der Sächsischen Aufbaubank - Förderbank. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der SAENA geben unabhängigen Rat. Informiert werden Sachsens Bürger, Unternehmen, Kommunen, Schulen und Kirchen zu den Themen erneuerbare Energien, zukunftsfähige Energieversorgung und zur bewussten effizienten Energienutzung

Smart Grid

Smart Grid

Den Begriff Smart Grid kann man übersetzen mit intelligentes Stromnetz. Es umfasst die kommunikative Vernetzung und Steuerung von Stromerzeugern, Speichern, Verbrauchern und Verteilungsnetzen der Elektrizitätsversorgung. Diese ermöglicht eine Optimierung und Überwachung der miteinander verbundenen Bestandteile. Wichtige Voraussetzung ist der Smartmeter (intelligenter Stromzähler). Ziel ist die Sicherstellung der Energieversorgung auf Basis eines effizienten und zuverlässigen Systembetriebs sowie der Ausgleich von Spitzenlastzeiten sowie Einspeisespitzen (z.B. Höchststand der Sonne in der Mittagszeit bei Photovoltaik).

Smart Meter

Smart Meter

Ein intelligenter Zähler (Smart Meter) ist ein elektronischer Stromzähler, der es dem Energieversorgungsunternehmen ermöglicht, die erfassten Zählerstände über die Ferne auszulesen.

Solare Gewinne

Solare Gewinne

Solare Gewinne entstehen durch Sonnenenergie, die von Gebäudeteilen (z.B. Wände, Böden, Möbel) absorbiert wird. Solare Gewinne tragen zur Erwärmung des Gebäudes und der Raumluft bei und reduzieren so den Heizwärmebedarf von Gebäuden. Allerdings kann nur ein Teil der solaren Gewinne genutzt werden, der Rest fließt in die Umgebung ab. Im Sommer können solare Gewinne zur Überwärmung von Gebäuden führen.

Solarthermie

Solarthermie

Solarthermie ist die Umwandlung der Sonnenenergie in nutzbare thermische Energie.

Spitzenlast

Spitzenlast

Von Spitzenlast spricht man wenn oberhalb der Mittellast zusätzliche Belastungsspitzen auftreten. Für diesen Fall treten Pumpspeicher- und Gasturbinenkraftwerke in Aktion. Innerhalb von Sekunden bringen die aus dem Speicher herabschießenden Wassermengen oder der heiße Gas-Strahl die Turbinen auf Hochtouren und liefern somit den benötigten Strom.

Standardlastprofil

Standardlastprofil

Das Standardlastprofilverfahren wird der zeitlichen Verlaufs des Stromverbrauchs von Kleinverbrauchern verallgemeinert. Für Kunden, die weniger als 100.000 Kilowattstunden im Jahr verbrauchen, wird ein Standardlastprofil erstellt. Dieses stellt eine Art Verbrauchsmuster dar. Das Standardlastprofil wird branchenbezogen auf der Grundlage vom Vorjahresverbrauch oder, falls dieser nicht vorliegt, durch Referenzmessung ermittelt.

Terawatt

Terawatt

entspricht 1 Billion Watt

thermische Hülle

thermische Hülle

Gebäudehülle, die den beheizten Gebäudebereich zur Außenluft abgrenzt. Sie stimmt nicht immer mit der tatsächlichen Gebäudehülle überein. Oft haben Häuser unbeheizte Bereiche. Die thermische Hülle muss gut gedämmt sein, um Wärmeverluste zu vermeiden.

Thermografie

Thermografie

Unter Thermografie versteht man Aufnahmen mit einer Wärmebildkamera. Diese bieten Hausbesitzern die Möglichkeit energetische Schwachstellen einer Gebäudehülle aufzudecken. Um ein möglichst optimales Ergebnis zu erlangen sollten diese Aufnahmen in der kalten Jahreszeit gemacht werden.

Transformatoren

Transformatoren

Transformatoren werden in der Energietechnik zur Spannungs- und Stromwandlung eingesetzt. Sie trennen Stromkreise galvanisch voneinander, wobei die Energieübertragung fast vollständig erhalten bleibt. In der Nachrichtentechnik bezeichnet man die Trafos meist als Übertrager. Sie werden zur Anpassung unterschiedlicher Ein- und Ausgangsimpedanzen der Schaltkreise verwendet.

Transmissionswärmeverlust

Transmissionswärmeverlust

Der Transmissionswärmeverlust (HT)entsteht infolge der Wärmeableitung beheizter Räume über die thermischen Hüllflächen, wie Wände, Fußboden, Decke, Fenster. Nach der EnergieEinsparVerordnung stellt der Transmissionswärmeverlust den Wärmestrom durch die Außenbauteile je Grad Kelvin Temperaturdifferenz dar. Je kleiner der Wert, um so besser ist die Dämmwirkung der Gebäudehülle. Durch zusätzlichen Bezug auf die wärmeübertragende Umfassungsfläche liefert der Wert einen wichtigen Hinweis auf die Qualität des Wärmeschutzes.

U-Wert

U-Wert

Der Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert) gibt den Wärmestromdurchfluss durch einen Quadratmeter eines Bauteils bei einem Temperaturunterschied von einem Kelvin zwischen innen und außen an. Je kleiner der U-Wert (in W/m2K), desto besser die Wärmedämmeigenschaften eines Baumaterials und umso geringer die Heizkosten.

Umspannung

Umspannung

Bei der Umspannung wird durch Transformatoren die Spannungsebene von Strom in eine höhere oder niedrigere Spannungsebene gewandelt. Im öffentlichen Stromnetz erfolgt die Umspannung in sogenannten Umspannwerken.

Unbundling

Unbundling

Trennung von Stromerzeugung und Verkauf auf der einen Seite und Netzbetrieb auf der anderen Seite. In Deutschland ist Unbundling im EnWG (Energiewirtschaftsgesetz) gesetzlich vorgeschrieben

Verbundnetz

Verbundnetz

In einem Verbundnetz werden Kraftwerke und Abnehmerzentren zusammengefasst. Sie stellen somit den Gegenpol zu Inselnetzen dar. Durch ein Verbundnetz ergeben sich Vorteile wie Stabilität, Ausgleich von Über- und Unterkapazitäten, Lastschwankungen werden minimiert, ggf. Kraftwerkressourcen besser ausgenutzt und die Betriebszuverlässigkeit.

Volt

Volt

Das Volt ist die Einheit der elektrischen Spannung mit dem Einheitenzeichen V.

Wandler

Wandler

Messwandler sind in der Elektrotechnik Geräte, die zur Umwandlung von Strom, Spannung, Leistung, Leistungsfaktor und Energieverbrauch dienen, wenn die Messgröße direkt nicht verarbeitet werden kann. Messwandler werden den Anzeigegeräten (Stromzähler, Strommesser, Spannungsmesser) vorgeschaltet. Die gewandelten, zu messenden Größen können dann mit analogen Messgeräten dargestellt werden.

Wärmebrücke

Wärmebrücke

Als Wärmebrücke (manchmal auch Kältebrücke genannt) bezeichnet man einzelne Schwachstellen einer Bau-Konstruktion, durch die mehr Wärme abfließt als durch die umgebenden Flächen. Eine der bekanntesten Wärmebrücken ist der Fenstersturz oder Gebäudeecken. Eine Wärmebrücke hat folgende Nachteile, sie bewirkt an einzelnen Stellen niedrigere Oberflächentemperaturen, wodurch sich die Gefahr von Tauwasser- und Schimmelpilzbildung ergibt. Die Baukonstruktion hat erhöhte Wärmeverluste, was einen erhöhten Heizenergiebedarf bewirkt.

Wärmeleitfähigkeitsgruppen (WLG)

Wärmeleitfähigkeitsgruppen (WLG)

Wärmeleitfähigkeitsgruppen wurden zur besseren Klassifizierung von Dämmstoffen anhand ihrer Wärmeleitfähigkeit eingeführt. Je kleiner der Wert desto besser die Dämmwirkung. Die Einteilung erfolgt in 5er-Schritten. So gehören beispielsweise alle Dämmstoffe mit einer Wärmeleitfähigkeit von 0,03 ≤ 0,035 W/mK zur Wärmeleitfähigkeitsgruppe 035. Sie erleichtert dem Leihen eine bessere Einschätzung der Dämmwirkung von Dämmstoffen.

Wärmepumpe

Wärmepumpe

Wärmepumpen nutzen die Umgebungsenergie aus Luft, Wasser oder Boden. So entzieht die Wärmepumpe Wärmeenergie aus der Umwelt (Erdwärmesonden, Grundwasser, Luft). Diese
Wärmeenergie wird über den Verflüssiger beim Wärmepumpenkreislauf als Nutzenergie an das Heizmedium abgegeben.

Wärmeschutzverglasung

Wärmeschutzverglasung

Mehrscheibenverglasung um Wärmeverluste an Fenstern möglichst gering zu halten. Stand der Technik ist derzeit eine 3-Scheibenverglasung mit einem U-Wert von 0,9.

Wasserkraft

Wasserkraft

Ein Wasserkraftwerk wandelt Lageenergie von Wasser mittels einer Turbine in elektrischen Strom um. Verschiedene Typen von Wasserkraftwerken sind Laufwasserkraftwerk, es nutzt die Fließbewegung von Flüssen und Stauwasserkraftwerk, es nutzt den Abfluss von Wasser aus einem künstlich gestauten Becken oder See. Eine wichtige Unterart ist das Pumpspeicherkraftwerk. Wasserkraftwerke im weiteren Sinn sind auch Gezeitenkraftwerk und Meeresströmungskraftwerk, die die Bewegung von Meerwasser nutzen.

Watt

Watt

Die Einheit ist benannt nach James Watt und bedeutet innerhalb einer Sekunde eine mechanische Arbeit von einem Joule zu verrichten.

Windkraft

Windkraft

Windenergie ist die kinetische Energie der bewegten Luftmassen der Atmosphäre. Da sie durch die Einwirkung der Sonne nachgeliefert wird, zählt sie zu den erneuerbaren Energien. Die Windenergie-Nutzung mittels Windkraftanlagen zur heutigen Stromerzeugung ist eine seit dem Altertum bekannte Möglichkeit, um Energie aus der Umwelt für technische Zwecke verfügbar zu machen.

Wirkungsgrad

Wirkungsgrad

Der Wirkungsgrad einer technischen Anlage (z.B. Kraftwerk) ist das Verhältnis des erreichten Nutzens gegenüber dem eingesetzten Aufwand oder das Verhältnis aus nutzbarer Energie (bei gleichzeitiger Abgabe von Wärme) zu eingesetzter Energie. Der Wirkungsgrad ist dabei vor allem ein Kriterium für die Güte eines Prozesses. Je höher er liegt, desto effektiver arbeitet eine Anlage.

Zählpunkt

Zählpunkt

Zählpunkte sind im Energienetz Punkte an denen mit Messeinrichtungen (Zähler) Werte erfasst werden.

Zustandszahl

Zustandszahl

Beim Gas wird zwischen dem Normzustand und dem Betriebszustand unterschieden. Der Betriebszustand ist der Zustand des Gases im Zähler, der je nach Druck und Temperatur variiert. Die Abrechnung erfolgt jedoch auf der Grundlage des Normzustandes. Daher muss der Betriebszustand auf den Normzustand umgerechnet werden. Dieses erfolgt über die Zustandszahl, die kundengruppenspezifisch ermittelt wird.