Energiespartipps

Energiesparen: kleiner Einsatz – große Wirkung!

Mit oft nur geringem Aufwand können Sie einfach Energie sparen, Ihre Energiekosten reduzieren und dabei auch die Umwelt schonen. Unser Alltag bietet viele Möglichkeiten zum Energiesparen, egal ob es um Ihre Heizung geht oder um Ihren Stromverbrauch. Überall im Haushalt verstecken sich Energieräuber – mit wenig Aufwand können Sie hier Abhilfe schaffen und gezielt Energie einsparen, ohne dabei auf Komfort verzichten zu müssen. Sie möchten wissen, wie Sie im Alltag Energie sparen können? Dann sind Sie hier genau richtig, denn auf den nachfolgenden Seiten finden Sie Tipps und Ratschläge zum Energiesparen. Oft sind es nur Kleinigkeiten – diese können aber eine große Wirkung haben: im Geldbeutel und für die Umwelt.

Informieren Sie sich – es lohnt sich!


Strom sparen

Allgemein

Nahezu jeder Haushalt besitzt heutzutage eine gewisse Anzahl an Elektrogeräten, die die Handarbeit in den meisten Fällen komplett verdrängt haben. Diese erleichtern aber nicht nur den Alltag, sie kosten gleichzeitig auch Strom. Nicht selten wundert sich deshalb der Verbraucher über die hohen Stromkosten und die zunehmende Umweltverschmutzung. Hier kann Abhilfe geschaffen werden: Schon kleine Stromspartricks können eine große Wirkung erzielen und die Kosten spürbar senken!

Strom sparen beim Kühlschrank

  • Bei der Neuanschaffung sollte der Energieverbrauch verglichen werden, um schon hier ein möglichst sparsames Gerät zu erhalten.

  • Für den Ort des Kühlschranks gilt: Der Platz neben der Heizung oder dem Herd ist tabu! Vielmehr ist ein möglichst kühler Platz der effektivste.

  • Regelmäßiges Reinigen und Abtauen hilft Ihnen, den Stromverbrauch so gering wie möglich zu halten.

  • Die Tür muss richtig schließen und sollte nicht länger als nötig geöffnet werden. Hier geht sonst unnötig Kälte verloren.

  • Der Kühlschrank darf nicht zu dicht an der Wand stehen, hier sollten einige Zentimeter Abstand berücksichtigt werden, um die Lüftung nicht zu behindern.

  • Die optimale Temperatur liegt zwischen 5° und 7° Grad. Sie kann mit einem handelsüblichen Thermometer im Kühlschrank gemessen und meist durch einen Drehschalter verändert werden.

Ersparnisse bei Waschmaschine und Trockner

  • Der erste Schritt ist auch hier, auf die Anschaffung sparsamer Geräte zu achten.

  • Grundsätzlich gilt, dass die Waschmaschine nur mit optimaler Befüllung laufen sollte. Ist dies nicht möglich können Sparprogramme eingestellt werden.

  • Durch vorheriges beseitigen grober Flecken kann auf die maschinelle Vorwäsche verzichtet werden, das spart Energie und schont die Umwelt.

  • Maximal 60° ist in den meisten Fällen völlig ausreichend um ein gutes Ergebnis zu erzielen.

  • Ein Großteil der Energie beim Waschen wird für die Erwärmung des Wassers gebraucht. Hier kann also durch einen Warmwasseranschluss der Waschmaschine gespart werden.

  • Schon für die Einsparung einer Trommel Wäsche könnten Sie beispielsweise 7 Stunden Fernsehen oder 70 Tassen Kaffee kochen!

  • Beim Trocknen mit dem Wäschetrockner sollte ebenfalls darauf geachtet werden, dass der Trockner nur gut gefüllt in Betrieb genommen wird. Am sparsamsten ist es, die Wäsche einfach aufzuhängen, wenn dafür Möglichkeiten vorhanden sind. Besonders schnell trocknet sie natürlich in der Sonne!

  • Tipp: Gut geschleuderte Wäsche benötigt weniger Zeit und Strom zum Trocknen.

Sparsamer Einsatz des Geschirrspülers

  • Bei elektrischer Warmwasserbereitung und möglichst ausgelasteter Beladung ist die Verwendung einer Spülmaschine sparsamer als das Spülen von Hand.

  • Bei der Spülmaschine ist es sinnvoll, ein großes Gerät anzuschaffen, welches dafür weniger oft läuft. So kann am besten an der Energieeinsparung gearbeitet werden.

  • Es ist nicht nötig das Geschirr vorzuspülen. Gute Maschinen erzielen auch bei der reinen Entfernung von gröberen Speiseresten ein sehr gutes Ergebnis.

Kochen mit Elektroherd, Backofen und Mikrowelle

  • Die wichtigste Regel für den Elektroherd ist es, dass der Topf oder die Pfanne von der Größe her mit der Herdplatte übereinstimmen sollten. Bei zu kleinen Pfannen geht ungenutzte Energie verloren und bei zu großen Pfannen dauert das Kochen unnötig lange.

  • Das Kochen mit Deckel hält mehr Wärme im Gefäß. Das bedeutet eine niedrigere Temperatur der Herdplatte und eine deutliche Energieeinsparung.

  • Das Ausschalten der Herdplatte oder des Backofens bedeutet nicht, dass diese sofort kalt werden. Vielmehr reicht die vorhandene Resthitze auch weiterhin zum Erhitzen oder zum Warmhalten. Schalten Sie die Geräte also früh genug wieder aus!

  • Für kochendes Wasser ist der Wasserkocher besser geeignet als der Herd.

  • Eier können mit einem elektrischen Eierkocher effizienter erhitzt werden als mit dem Herd.

  • Brötchen können auf einem Toaster geröstet werden, so ersparen Sie sich den Einsatz des Backofens.

  • Sollen gefrorene Lebensmittel zum Kochen verwendet werden, so hilft das rechtzeitige Auftauen Energie zu sparen. Dies sollte nicht erst im Backofen oder in der Mikrowelle geschehen, um längere Einsatzzeiten zu vermeiden.

Energiesparen am Computer

  • Nutzen Sie die Energiesparfunktion des Computers.

  • Trennen Sie unbenutzte Zusatzgeräte wie Drucker, Scanner und Lautsprecher vom Netz.

  • Schalten Sie den Computer aus, wenn Sie ihn länger als ca. 30 Minuten nicht benutzen.


Heizkosten sparen

Allgemein

Heizkosten stellen einen großen Anteil des gesamten Energieverbrauchs eines Haushaltes dar. Folglich bieten sie auch einen großen Anteil am möglichen Energiesparpotenzial. Abhängig ist der Verbrauch allerdings nicht nur vom eigenen Verhalten, auch die äußeren Gegebenheiten spielen eine wichtige Rolle. Hier einige Tipps und Tricks, den Verbrauch an Heizkosten deutlich zu senken:

Die richtige Lüftung

  • Ein durchgängig gekipptes Fenster erhöht die Heizkosten unnötig und ist weniger effektiv für den Luftaustausch. Die geheizte Luft geht hier über eine längere Zeit verloren.

  • Das sogenannte "Stoßlüften" ist die effektivere Variante gegenüber dem gekippten Fenster. Je nach Jahreszeit wird das Fenster für 3 bis 15 Minuten weit geöffnet, um einen Luftaustausch im Raum zu erzielen. Eine Stoßlüftung sollte 3 bis 4 Mal am Tag durchgeführt werden.

  • Zusätzliches Lüften ist nach dem Duschen oder Kochen nötig, da sonst die Gefahr der Schimmelbildung besteht.

Die Position der Heizung

  • Eine Heizung sollte nicht direkt vor einer verglasten Außenwand installiert werden, da die Heizungswärme sonst nach draußen dringt. Die bessere Variante ist zum Beispiel unterhalb eines Fensters, um die Luftzirkulation zu fördern.

  • Nach Möglichkeit sollten keine Vorhänge die Heizung zum Raum hin verdecken, dadurch kann keine optimale Wärmeerzeugung und effiziente Luftzirkulation erreicht werden.

  • Möbel sollten nicht direkt vor Heizkörpern positioniert werden. Sie verhindern die optimale Verbreitung der Wärme im Raum.

Wahl der Temperatur

  • Die Durchschnittstemperatur einer Wohnung wird mit 21° kalkuliert. Das Badezimmer ist oft geringfügig wärmer.

  • Schon die Senkung der Temperatur um 1° hilft beim Strom sparen und ist für den Verbraucher kaum fühlbar.

  • In der Nacht und beim Verlassen der Wohnung sollte die Temperatur gesenkt werden. 16° bis 18° reichen hier aus.

  • Türen sollten geschlossen gehalten werden, wenn zwischen Räumen Temperaturunterschiede bestehen!

Fenster richtig isoliere

  • Fenster sind eine Schwachstelle bei der Wärmeisolierung im Haus. Abends und nachts kann Wärmeverlust durch Rollläden, Vorhänge oder Ähnliches ausgeglichen werden.

  • Verluste durch Fenster können durch Verbesserungen in der Dichtung behoben und Fensterrahmen mit Silikon oder Schaumstoff verdichtet werden. Diese Materialien müssen am inneren Rahmen angebracht werden und haben ein Sparpotenzial von bis zu 5 %.

  • An der Scheibe selber können Isolierfolien angebracht werden. Diese erzeugen eine Luftschicht und sorgen für die Reduzierung des Wärmeverlustes. Man sollte allerdings eine jährliche Erneuerung der Folien einkalkulieren!

  • Bei erheblichen Verlusten durch die Fenster, sollte gegebenenfalls über bauliche Maßnahmen nachgedacht werden. Es können dann spezielle Fenster mit Doppel- oder Dreifachverglasung zum Wärmeschutz lohnenswert sein. Bei Neubauten ist dies von vorneherein zu bedenken!

Einsparpotenzial bei der Tür

  • Glastüren können genau wie Fenster mit Verbesserung der Dichtung und Isolierung bearbeitet werden.

  • Bei der Haustür stört in erster Linie die Lücke zum Fußboden – hier kann eine Schiene beim Abdichten helfen.

  • In manchen Fällen können auch hier bauliche Veränderungen die beste langfristige Lösung sein. Kalkulieren Sie hier mit Ihrer beabsichtigten Wohndauer in der aktuellen Wohnung oder dem Haus!

Boden und Decke beachten

  • Böden und Decken zu verbessern, erfordert in den meisten Fällen bauliche Maßnahmen. Eine gute Idee ist es, den Übergang zu Keller und Dachboden zu dämmen, da man es hier mit unbeheizten Räumen zu tun hat.

  • Die erzielbare Verlustreduzierung liegt zwischen 40 und 90 % und sollten keinesfalls unterschätzt werden.


Warmwasser sparen

Allgemein

Fließend Warmwasser ist heutzutage eine Selbstverständlichkeit für uns. Zu jeder Tageszeit erwarten wir beim Duschen oder in der Spüle, dass aus der Leitung warmes Wasser fließt. Aber woher kommt das Warmwasser eigentlich? Die Energie zur Erwärmung des Wassers wird über die Träger Öl, Gas, Fernwärme, Solarwärme oder Strom gewonnen. Um das warme Wasser im Haus zu erhitzen, gibt es dezentrale Systeme wie Boiler oder Durchlauferhitzer, die mit Strom oder Gas laufen, sowie zentrale Systeme, die mit der Heizungsanlage kombiniert sind. Warmwasser sparen im Haushalt ist auch eine effektive Maßnahme, um die monatlichen Energiekosten merklich zu senken.

Sparmöglichkeiten für den täglichen Bedarf

  • Denken Sie daran, das Wasser nicht unnötig lange laufen zu lassen. Sie können es zum Beispiel beim Zähne putzen oder Hände waschen zwischendurch ausstellen oder den Wasserhahn nicht komplett aufdrehen.

  • Bei der Erwärmung sollte immer nur bis zur gewünschten Temperatur erhitzt werden, eine höhere Temperatur bedeutet überflüssige Wärmeerzeugung und Abkühlung.

  • Sie können effektiv Wasser im Haushalt sparen, wenn Sie eine Dusche der Badewanne vorziehen. Eine kurze Dusche verbraucht deutlich weniger Wasser als das Befüllen der gesamten Badewanne.

  • Für das dauerhafte Wasser sparen im Haushalt sollten mögliche Defekte niemals zu lange ignoriert werden. Auf Dauer kann schon ein tropfender Wasserhahn unmerklich literweise Wasser verschwenden.

  • Die Temperatur im Boiler nicht zu hoch einstellen. In der Regel reichen 60 °C, damit Keime abgetötet sind und das Wasser ausreichend heiß ist. Dies entspricht meist der Stellung ‚E’ auf dem Elektrogerät. Während der Urlaubszeit den Warmwasserspeicher am besten ganz abstellen. 10 % des gesamten Energiebedarfs geht nämlich auf das Konto dieser Speicher.

  • Stellen Sie beim Durchlauferhitzer nur die Temperatur ein, die tatsächlich benötigt wird. So müssen Sie kein Kaltwasser am Hahn oder in der Dusche dazu mischen und können unnötigen Strom- und Wasserverbrauch vermeiden.