Gas sparen leicht gemacht

Wie viel Energie spart eine um 1 °C niedrigere Raumtemperatur?

Am wirksamsten lässt sich dort Energie einsparen, wo der Verbrauch am höchsten ist: beim Heizen.

Gemäß der Verordnung der Bundesregierung zur Sicherung der Energieversorgung über kurzfristig wirksame Maßnahmen, EnSikuMaV, stellen wir Ihnen außerdem drei Beispielverbrauchssituationen dar, wie viel Kilowattstunden und vor allem wie viel Geld Sie durch eine Absenkung der durchschnittlichen Raumtemperatur um 1 °C einsparen können. Dabei haben wir den den Preisen der Grundversorgung im Erdgas gerechnet.

Ihre Ersparnis bei 40 m² Wohnfläche

Eine Wohnung mit 40 m² Wohnfläche hat einen durchschnittlichen Energieverbrauch von 6.600 kWh pro Jahr. Für Ihr Netzgebiet galt am 1. September 2022 ein Grundversorgungspreis für Erdgas von 9,64 Cent/kWh. Die Bezugskosten pro Jahr betragen demnach
636,24 Euro/Jahr. Eine Absenkung der Raumtemperatur um 1 °C würde zu einem Verbrauchsrückgang von 396 kWh und einer Einsparung von 38,17 Euro brutto in der kommenden Abrechnungsperiode führen.

Ihre Ersparnis bei 60 m² Wohnfläche

Eine Wohnung mit 60 m² Wohnfläche hat einen durchschnittlichen Energieverbrauch von 9.900 kWh pro Jahr. Für Ihr Netzgebiet galt am 1. September 2022 ein Grundversorgungspreis für Erdgas von 9,64 Cent/kWh. Die Bezugskosten pro Jahr betragen demnach
954,36 Euro/Jahr. Eine Absenkung der Raumtemperatur um 1 °C würde zu einem Verbrauchsrückgang von 594 kWh und einer Einsparung von 57,26 Euro brutto in der kommenden Abrechnungsperiode führen.

Ihre Ersparnis bei 150 m² Wohnfläche

Eine Wohnung mit 150 m² Wohnfläche hat einen durchschnittlichen Energieverbrauch von
24.750 kWh pro Jahr. Für Ihr Netzgebiet galt am 1. September 2022 ein Arbeitspreis für Erdgas von 8,62 Cent/kWh. Die Bezugskosten pro Jahr betragen demnach
2.133,45 Euro/Jahr. Eine Absenkung der Raumtemperatur um 1 °C würde zu einem Verbrauchsrückgang von 1.485 kWh und einer Einsparung von 128,00 Euro brutto führen.


Beim Heizen

Heizung runter drehen

Jedes Grad weniger in der Wohnung kann bis zu 6 % an Energiekosten einsparen. Bei einer Gasheizung gibt es also großes Einsparpotenzial. Das Umweltbundesamt empfiehlt außerdem, die Heizung nachts um bis zu 5 °C herunterzudrehen. Tagsüber, wenn man das Haus verlässt, reichen auch 18 °C Grad Raumtemperatur aus. 

smarte Thermostate verwenden

Falls Sie die Heizung nicht ständig selbst hoch- und runterregeln wollen, können Sie sich smarte Thermostate für Ihre Heizkörper besorgen. Diese lassen sich ganz einfach nachrüsten und können so programmiert werden, dass die Heizung zu gewissen Zeiten automatisch die Temperatur im Raum absenkt. Günstige Modelle gibt es bereits ab circa 20 € pro Stück.

Heizkörper freihalten

Auch die Umgestaltung eines Raumes kann beim Sparen von Heizkosten helfen. Denn sind die Heizkörper durch Möbel, Vorhänge oder andere Einrichtungsgegenstände verdeckt, können diese nicht so effizient heizen, wie wenn sie frei sind. Laut Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz können mit diesem Tipp bis zu 12 % der Heizkosten eingespart werden.

Fenster und Türen abdichten

Durch undichte Fenster und Türen droht ein nicht unerheblicher Wärmeverlust. Vor dem Winter sollten also poröse Dichtungen ersetzt werden, um die Räume möglichst effizient zu heizen.

Nachts die Vorhänge und Jalousien schließen

Rollos, Jalousien und Vorhänge sind nicht nur als Sonnenschutz zu verstehen, sondern können auch dabei helfen, die Kälte im Winter draußen zu halten.

Bei Sonne: Vorhänge auf

Wenn die Sonne scheint, kann man sich die wärmenden Strahlen zunutze machen und die kostenlose Energie zum Heizen der Wohnung nutzen.

Heizkörper reinigen

Auch Staub und Schmutz können dem Heizkörper zu schaffen machen, da sie wie eine isolierende Schicht wirken und die Heizung stärker arbeiten muss. Regelmäßiges Reinigen der Heizkörper kann also ebenfalls dabei helfen, Gas einzusparen. 

Richtig lüften

Effizientes Lüften kann ebenfalls beim Einsparen von Gas helfen. Denn wer die Fenster ständig auf kipp gestellt hat, kühlt die Wohnung unnötig aus und verbraucht mehr Energie. Besser ist es, mehrmals am Tag stoß zu lüften. Dabei sollten alle Fenster für 5 bis 10 Minuten komplett geöffnet werden, während man die Heizung herunterdreht.

Türen geschlossen halten

Hält man die Innentüren geschlossen, verhindert man einen Wärmeverlust innerhalb der Wohnung. Denn so muss das wärmere Wohnzimmer das kältere Schlafzimmer nicht mitheizen.

Beim Wasser

Duschen statt Baden

Ein Vollbad verbraucht in etwa drei Mal so viel Wasser wie eine Dusche. Wer öfter duscht, spart Warmwasser und somit Gas. Beim Duschen sollte man auf die Zeit achten. Idealerweise nicht länger wie 3 Minuten das Wasser laufen lassen. Auch beim Einseifen sollte das Wasser abgedreht werden.

Durchlaufbegrenzer und Sparduschköpfe einsetzen

An Wasserhähnen und Duschköpfen können Durchlaufbegrenzer (Perlatoren) und Sparduschköpfe eingesetzt werden. Diese reduzieren den Wasserdurchlauf pro Minute, sodass insgesamt weniger Wasser beim Händewaschen und Duschen verbraucht wird. 

Händewaschen mit kaltem Wasser

Die Hände werden auch mit kaltem Wasser und Seife sauber. Wer also den Wasserhahn standardmäßig auf die kälteste Stufe stellt und nur bei Bedarf warmes Wasser laufen lässt, spart Energie.

Beim Kochen

Immer mit Deckel kochen:

Ein Topf auf dem Deckel sorgt dafür, dass das Essen schneller warm wird und weniger Wärme an die Raumluft verloren geht. So lassen sich ein Drittel der Energiekosten beim Kochen einsparen.

Die passende Kochplatte wählen

Das Kochgeschirr sollte wenn möglich genau auf die Herdplatte passen. Denn sowohl zu kleine als auch zu große Töpfe und Pfannen verbrauchen unnötig Energie.