EnergieGeflüster

Das neue EU-Energielabel

26. Februar 2021

Seit 1. März 2021 gibt es das neue EU-Energielabel – Wir klären Dich auf!

Du brauchst eine neue Wachmaschine und weißt nicht, ob diese im Energieverbrauch sparsam ist? Ein Blick auf das Energielabel reicht, um diese Frage zu beantworten.

Warum gibt es das Energielabel?

In der EU sind Hersteller von Elektrogroßgeräten bereits seit 1995 verpflichtet, ein solches Label deutlich erkennbar auf dem Gerät anzubringen. Ebendieses Label gibt Auskunft über den Energiebedarf und weitere Gebrauchseigenschaften verschiedenster elektrischer Geräte wie zum Beispiel Waschmaschine, Fernseher, Geschirrspüler und Backofen. Die Energieeffizienzklassen und Angaben zu Produkteigenschaften wie Strom- und Wasserverbrauch und auch Lautstärke dienen in allererster Linie dazu, die unterschiedlichen Geräte im Hinblick auf die Energieeffizienz gut miteinander vergleichen zu können. Gleichzeitig werden Hersteller ermutigt, Produkte zu entwickeln, die möglichst energiesparen und ressourcenschonend arbeiten. Denn mit dem Kauf energieeffizienter Geräte schonst Du unsere Umwelt und leistest somit Deinen persönlichen Beitrag zum Umweltschutz. Du sparst Energie und natürlich auch Geld.

WAS IST NEU?

Neuerungen Energielabel

Seit der Einführung vor über 25 Jahren hat sich viel getan. So wurden immer effizientere Geräte entwickelt und mit der Zeit fanden sich so der Großteil der Modelle in den Klassen A und B wieder. Um dem technischen Fortschritt Rechnung zu tragen, wurde die "Bestklasse" A schließlich durch Pluszeichen erweitert. Seit 2011 sind Geschirrspüler, Waschmaschinen, Fernseher und Kühlschränke der Energieeffizienzklasse A+++ am Markt. Somit gehören mittlerweile fast alle neuen Elektrogeräte den obersten Energieeffizienzklassen A+ bis A+++ an. Doch ein Label, das selbst einem weniger sparsamen Gerät eine gute Note ausstellt, sagt nicht viel aus. Um den ursprünglichen Zweck wieder herzustellen, hat die EU nun beschlossen, das Energielabel grundlegend zu überarbeiten.

Skala

Zukünftig fallen deshalb die Klassen A+ bis A+++ komplett weg. Stattdessen wird die ursprüngliche, intuitive Skala von A (bester Wert) bis G (schlechtester Wert) wieder eingeführt. Der zusätzliche Ampel-Farbcode von dunkelgrün bis dunkelrot bleibt unverändert. Das bedeutet dann allerdings auch, dass sich aktuellen Modelle künftig in deutlich schlechteren Klassen wiederfinden. So liegt zum Beispiel ein Großteil der heutigen A+++-Kühlschränke beim neuen Label in der Klasse C. Die Bedingungen für die neue Klasse A erfüllen voraussichtlich noch so gut wie keine Geräte. Klasse B werden ebenfalls nur sehr wenige Geräte erreichen. Das soll Hersteller motivieren, noch sparsamere Geräte zu entwickeln, denn mit der Umstellung auf die neue Skala steigen die Anforderungen an die Sparsamkeit der Geräte. Die neuen Label basieren auf anderen Messmethoden, die den Alltagsgebrauch der Geräte realistischer widerspiegeln.

Piktogramme

Diese machen auf den ersten Blick zum Beispiel den Wasserverbrauch pro Waschzyklus, den nutzbaren Rauminhalt oder die Geräuschemissionen deutlich. Im Vergleich zum bisherigen Energielabel haben sich diese Piktogramme etwas geändert – die Zusatzinformationen wurden angepasst und das Design modernisiert.

QR-Code

Neu auf den Energielabel ist der QR-Code, den Du mit Deinem Smartphone scannen kannst, um zusätzliche Produktinformationen zu erhalten. Die entsprechenden Daten geben die Lieferanten derzeit in die neue EU-Produktdatenbank ein, die dann für Dich verfügbar sein und Dir die Kaufentscheidung zusätzlich erleichtern werden.

DIE UMSTELLUNG BEGINNT AB 1. MÄRZ 2021

... und zwar mit den Produktgruppen Kühl- und Gefriergeräte inklusive Weinlagerschränke, Geschirrspüler, Waschmaschinen, Wäschetrockner, Fernsehgeräte und Monitore. Weitere Produktgruppen werden nach und nach angepasst. In der Übergangsphase vom 1. bis 18. März 2021 haben die Händler Zeit, die Geräte in den Geschäften und im Online-Handel mit den neuen Label auszuzeichnen. Danach dürfen nur noch die neuen Label für diese Geräte gezeigt werden.

Ziel der EU-Kommission ist es, mit der Aktualisierung des Labels noch höhere Energieeinsparungen bis 2030 zu erzielen und so noch größere Schritte in Richtung Klimaschutz zu gehen. Wenn man bedenkt, dass noch vor ca. 20 Jahren ein durchschnittlicher Kühlschrank etwa 370 kWh Strom im Jahr verbraucht hat (zum Vergleich: ein modernes Gerät liegt bei rund 140 kWh) ist das schon beachtlich.

NICHT VERGESSEN:

Wenn bei Dir in naher Zukunft der Kauf eines neuen Haushaltsgerätes ansteht und Du unser Stromkunde bist, dann denke daran, Dir unsere Energiesparprämie zu holen! :)

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