Freiberg aktuell

Bildungsangebote zur Landesausstellung 2020

23. Januar 2020

Die Planungen für den Schauplatz Erz zur 4. Sächsischen Landesausstellung vom 25. April bis 1. November 2020 in Freiberg laufen.

Mit zwei komplett neu konzipierten Touren und einer Ausstellung wendet sich die Landesausstellung auch an Schüler/innen. Die Angebote sind bereits jetzt sehr gefragt.
Ab April 2020 sind die EntdeckerTour (Schnupperkurs im Bergbau) und die ForscherTour (Expedition in die Welt der Wissenschaft untertage) sowie die begleitende Rohstoff-Ausstellung „Vom Salz des Lebens“ im Forschungs- und Lehrbergwerk der TU Freiberg I Silberbergwerk Freiberg erlebbar. Seit September können Schulklassen ihre Tour zur Landesausstellung  reservieren. Eingegangen sind bis jetzt bereits über 600 Anmeldungen von mehr als 40 Schulklassen aus ganz Sachsen, unter anderem aus Leipzig, Görlitz, Dresden und Großenhain sowie Burgstädt. Damit sind die Angebote für Schüler bereits zu gut einem Drittel ausgebucht. Auch bei Reisegruppen zieht die Nachfrage an. 
Die Plätze sind aber aus organisatorischen und aus rechtlichen Gründen (Betriebssicherheit) begrenzt. „Alle Schulklassen, die sich noch nicht angemeldet haben oder keinen Platz mehr für die Zeit der Landesausstellung bekommen, brauchen aber nicht traurig zu sein, denn die komplett neu konzipierten Touren und Angebote sind auf Dauer ausgerichtet und stehen den Schülern auch nach dem 1. November 2020 weiterhin zur Verfügung – dann allerdings kostenpflichtig“, erklärt Cornelia Hünert, die die Landesausstellung am Standort Freiberg mitkonzipiert. Und selbstverständlich kann die Landesausstellung am Schauplatz Erz auch im Rahmen einer öffentlichen Führung erlebt werden. 
Das Forschungs- und Lehrbergwerk der TU Bergakademie Freiberg ist ein aktiver Bergwerksbetrieb, der sowohl touristisch als auch seit 100 Jahren für die Forschung und Lehre der Universität genutzt wird. Deutschlandweit gibt es fast 200 Besucher- und Schaubergwerke. In ihrer Doppelfunktion als Besucher- sowie einziges unieigenes Forschungs- und Lehrbergwerk ist die Reiche Zeche eine Besonderheit unter den Standorten der Landesausstellung und ein Unikat, das sich grundlegend von historischen Schauanlage unterscheidet. Die Anlage gehört zur Himmelfahrt Fundgrube und gehört seit Juni 2019 als eines von insgesamt 176 Objekten zum Welterbe "Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří".
Die 4. Sächsische Landesausstellung findet vom 25. April bis 1. November 2020 statt. Sie lässt die Region Südwestsachsen im „Jahr der Industriekultur“ als ein bedeutendes Zentrum der europäischen Industrialisierung lebendig werden. Die große Zentralausstellung im Audi-Bau Zwickau, die vom Deutschen Hygiene-Museum Dresden ausgerichtet wird, präsentiert ein breites kulturhistorisches Panorama der sächsischen Industrieentwicklung. Parallel dazu finden an sechs Orten der sächsischen Industriegeschichte branchenspezifische Schauplatzausstellungen statt. Ausrichterin der Schauplatzausstellung „SilberBoom“ ist die TU Bergakademie Freiberg in Kooperation mit dem Förderverein Himmelfahrt Fundgrube Freiberg/Sachsen e.V. und Unterstützung der Stadtverwaltung Freiberg.    
Die 4. Sächsische Landesausstellung ist ein Projekt des Freistaates Sachsen, das vom Deutschen Hygiene-Museum Dresden koordiniert wird. Sie wird mitfinanziert auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes des Freistaates Sachsen.
 

Ihre Meinung zum Artikel

Kommentare

  • Rainer Kirmse , Altenburg
    am 12.02.2020
    Ein kleines Gedicht über die Bergakademie:

    BERGAKADEMIE FREIBERG

    Alma Mater Freibergensis -
    Wahrer Hort der Erkenntnis.
    Geholt hat das Collegium
    Für Sachsen Ehre und Ruhm.

    Die stolze Bergakademie
    Beherbergte so manch Genie.
    Lomonossow sei hier genannt,
    Humboldt ist weithin bekannt.

    In der langen Geschichte
    Setzte man zeitig Gewichte.
    Elemente wurden entdeckt,
    Ständig neue Ziele gesteckt.

    Den Sozialismus überlebt,
    Wurde stark am Profil gewebt.
    Von Ideologie befreit,
    Ist man für die Zukunft bereit.

    Ressourcenuniversität -
    Der Name an die TU geht.
    Ökonomie wird vermittelt,
    An alten Thesen gerüttelt.

    Die Energie steht im Fokus,
    Man reformierte den Guss.
    Die Geologie wird gelehrt,
    Verhüttung bestens erklärt.

    Man unterrichtet Erzabbau,
    Erforscht die Metalle genau.
    Solartechnik bringt man nah,
    Auch Kohle ist noch Thema.

    Zur Erholung vom Studieren
    Ist in der Stadt gut flanieren.
    Man geht hinaus in die Natur,
    Genießt erlesene Kultur.

    Zum studentischen Treiben
    Gehören natürlich Kneipen.
    Davon die schöne alte Stadt
    Wohl einige zu bieten hat.

    Nach Vorlesung und Seminar
    Führt der Weg gern mal zur Bar.
    Man lacht über Professoren,
    Erlebt herrliche Amoren.

    Die gute Wahl auf Freiberg fällt
    Bei Studenten aus aller Welt.
    Man erwirbt fundiertes Wissen,
    Doch ist's kein ewig' Ruhekissen.

    Rainer Kirmse , Altenburg

    Ehemaliger Student der Bergakademie

    Mit freundlichen Grüßen